Ich habe es mit einer einfachen Absicht begonnen: alles, was ich kann, in einem einzigen Projekt zusammenzubringen. Schreiben, Festhalten, Reflektieren, Zeichnen, Beobachten. Ich wollte einen Ort schaffen, an dem all das nebeneinander existieren darf. Dieses Journal ist das Ergebnis dieses Prozesses.

Ich habe es als Bullet Journal aufgebaut, weil mich dieses Format schon lange begleitet. Ein Bullet Journal gibt mir genug Struktur, um mich gehalten zu fühlen, ohne mir vorzuschreiben, wie etwas auszusehen oder zu funktionieren hat. Es erlaubt Planung und Ordnung und lässt gleichzeitig Raum für Intuition und Veränderung. Genau dieses Gleichgewicht war mir wichtig, und es prägt jede einzelne Seite dieses Journals.

Du kannst darin deine Gedanken festhalten, so wie sie kommen. Es gibt Seiten für kurze Notizen, für längere Reflexionen und für Momente, in denen du einfach etwas aufschreiben musst, ohne es sofort einzuordnen. Dazwischen findest du Seiten aus meinem persönlichen Journal. Sie zu teilen fühlte sich verletzlich an, aber auch ehrlich. Sie zeigen meinen Prozess, meine Fragen und den Punkt, an dem ich stand, als dieses Journal entstanden ist.

Das Bullet Journal enthält außerdem Praktiken, die ich im Laufe der Zeit gelernt habe. Kleine Übungen, um langsamer zu werden, um innezuhalten, um tiefer zu gehen. Sie sind bewusst einfach gehalten. Sie sollen nicht streng befolgt werden, sondern dann auftauchen, wenn sie gebraucht werden. Ich wollte sie direkt im Journal haben, damit sie Teil des Alltags werden können und nichts Zusätzliches bleiben.

Alle Illustrationen, die ich bis zu diesem Zeitpunkt gemacht hatte, sind Teil des Journals. Zeichnen war für mich schon immer eine Art, innere Prozesse sichtbar zu machen. Manchmal sagen Bilder Dinge, für die Worte nicht ausreichen. Meine Illustrationen im Bullet Journal zu platzieren, fühlte sich selbstverständlich an, als würde eine weitere Ebene meiner Gedanken auf dem Papier sichtbar werden.

Dieses Journal ist nicht dafür gedacht, perfekt ausgefüllt zu werden. Es ist dafür da, benutzt zu werden. Streiche Dinge durch. Lass Seiten leer. Ändere deine Meinung. Komm später zurück. Das Bullet Journal-Format unterstützt genau diese Art von Freiheit. Es passt sich dir an – nicht umgekehrt.

Am Ende ist dieses Journal ein Stück meiner eigenen Reise. Es hält fest, womit ich mich beschäftigt habe, was ich gelernt und worauf ich geachtet habe – zu genau diesem Zeitpunkt. Indem ich es teile, öffne ich diesen Raum für andere. Nicht, um vorzugeben, wie etwas gemacht werden sollte, sondern um dich einzuladen, deinen eigenen Rhythmus in den Seiten zu finden.

Dies ist mein erstes Journal.
Und es ist ein Anfang.